| Weltcup #2 Houffalize (Belgien) | 03.05.10 |
Am
Freitagmorgen früh reisten wir mit dem Auto nach Houffalize, Belgien wo
der zweite Lauf des Weltcups auf dem Programm stand. Ich
machte am Freitag noch eine lockere Runde auf der Strecke, die im
Vergleich zu den letzten Jahren fast komplett neu war. Es hatte viele
steile Aufstiege und fast keine flachen Passagen oder Aufstiege wo man
mit Rhythmus fahren konnte. Die Abfahrten waren cool und zum Teil noch
tricky… Auch am Samstag mache ich noch zwei Runden auf der
Strecke, bevor ich dann die Juniorenrennen schauen ging und meine
Teamkollegen Vania, Fabian und Tobias anfeuerte. Der Start
zum Elite Damen Rennen war um 10.45 am Sonntag. In der Nacht begann es
zu regnen. Ich fand das cool, so wurden die Abfahrten etwas schwieriger,
was mir entgegenkam. Mit der Startnummer 44 konnte ich im ersten
Drittel des Feldes einstehen. Bei der Startaufstellung hatte es
Fahrerinnen die sich vordrängelten und ich wurde voll eingeklemmt. So
musste ich als der Startschuss fiel warten bis diese Links und Rechts
von mir losgefahren waren. Der Startaufstieg ging eine lange und brutal
steile Teerstrasse hinauf. Ich fühlte mich schlecht am Start, meine
Beine waren schwer und ich hatte das Gefühl keine Kraft zu haben. So
verlor ich bis zur ersten Abfahrt viele Plätze und ich lag ca. auf der
70. Position. Dann in der ersten von vier Runden wurden
meine Beine immer besser. Ich fühlte mich gut, doch ich wusste das
Rennen wird lange sein und die steilen Aufstiege kosten extrem viel
Kraft. So versuchte ich meine Kräfte gut einzuteilen. Ich
nahm die Aufholjagd nach vorne auf und machte Platz für Platz gut. Nach
zwei Runden lag ich dann bereits an 50. Stelle. Meine Beine fühlten sich
immer noch gut an. Diesmal war es umgekehrt als sonst in den Rennen.
Ich machte in den Aufstiege viel Zeit gut und fuhr dann meistens vor der
Abfahrt an eine Konkurrentin heran, die mich in der Abfahrt bremste,
denn in den schmalen Trails war es nicht immer möglich zu überholen. So
konnten die hinter mir liegenden Fahrerinnen oft wieder aufschliessen in
den Abfahrten. Meine Aufholjagd wurde dadurch erschwert, doch ich
kämpfte weiter. In der dritten Runde gelang es mir dann die vor mir
liegende Schweizerin Virginie Pointet noch zu überholen. Das war
wichtig, denn dieses Rennen zählte zur Quali für EM und WM... |