Sekundäre Pflanzenstoffe liefern wie Vitamine und Mineralstoffe keine Energie, sondern haben andere wichtige Aufgaben im Körper. Sie sollen beispielsweise das Risiko für verschiedene Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus deutlich senken. Einige verändern unseren Blutdruck und Cholesterinspiegel im Blut positiv und tragen zur Stärkung des Immunsystems bei. Ausserdem verbessern sie die Fliesseigenschaft des Blutes, wehren Bakterien ab und schützen den Körper vor reaktionsfähigen Stoffen, die ihm schaden. Eine geregelte Verdauung verdanken wir u.a. ebenfalls den sekundären Pflanzenstoffen. Das ist nur ein kleiner Teil der bis heute erforschten Fähigkeiten, viele sind noch unbekannt.
Gruppierung
Name | Vorkommen |
Carotinoide | Orangefarbige Gemüse und Obst, grünblättrige Gemüse |
Protease-Inhibitoren | Sojabohnen |
Phytosterine | Nüsse, Samen, Kerne |
Monoterpene | Alle Obstarten, v.a. Zitronen |
Saponine | Hülsenfrüchte |
Phytoöstrogene | Sojabohnen, Kuhmilch, Getreide, Leinsamen |
Glucosinolate | Senf, Meerrettich, Kohl |
Polyphenole (Phenolsäuren und Flavonoide) | rotes, blaues und violettes Gemüse und Obst (Kirschen, Pflaumen, Beerenobst, Rotkohl, Auberginen), Orangen, Grapefruitsaft, Zwiebeln, Rotwein, Gelbwurz, Chili, grüne Blätter v.a. in Randschichten von Pflanzen
|
Phytinsäure | Hülsenfrüchte, Samen, Kerne, Getreide |
Sulfide | Knoblauch, Zwiebeln |
Empfehlungen
Um möglichst viel von den sekundären Pflanzenstoffen profitieren zu können, ist es wichtig, 5 Portionen Früchte und Gemüse pro Tag zu essen, Vollkornprodukte zu bevorzugen, Hülsenfrüchten einen festen Platz im Speiseplan zu geben und grosszügig mit Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern zu würzen. Essen Sie farbenfroh und saisonal, so entfaltet sich die vielfältige Wirkung am besten, denn in jedem Lebensmittel sind andere sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.
Juli 2006
















