Keine
Sportpause nach Grippespritze
Gewohntes Training ist möglich / Wechsel von
i.m. auf s.c.-Applikation ist nicht ratsam
MÜNCHEN (wst). Freizeitsportler, die sich gegen
Grippe impfen lassen, brauchen im Normalfall keine
Schonpausen einzuhalten, um das gewohnte Training
fortzusetzen.
Dies
hat der Münchner Impfexperte Dr. Nikolaus Frühwein
auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" gesagt.
Vor allem im Interesse einer ungestörten Immunantwort,
sollte allerdings mit ungewohnten, außergewöhnlichen
körperlichen Anstrengungen bis etwa eine Woche
nach der Impfung gewartet werden, so Frühwein.
Treten
nach einer Impfung infektähnliche systemische
Reaktionen auf, rät er zu einer Sportpause
vom Beginn der Beschwerden bis drei oder vier Tage
nach ihrem Abklingen. Solche systemischen Reaktionen
würden etwa nach Tetanus-Impfungen häufig
registriert.
Nach
Grippeimpfungen seien sie jedoch sehr selten, so
Frühwein. Vor allem in den USA wurde wegen
eines Grippeimpfstoff-Mangels in den vergangenen
Wochen zunehmend die dosisreduzierte subkutane Injektion
anstelle der üblichen intramuskulären
Injektion diskutiert.
Einen
solchen Wechsel der Applikationsweise hält
Frühwein eher für kritisch. Denn zum einen
seien bei subkutaner Gabe mehr lokale Nebenwirkungen
zu erwarten. Zum anderen sei eine ausreichende Immunisierung
unsicher, wenn die reduzierte Subkutan-Dosis - etwa
mangels Übung - versehentlich intrakutan oder
intramuskulär injiziert werde. |