Prof.Dr.med.Dr.Sc.Dr.h.c.Milan Adam, einer von ihnen, ist nicht nur ein hervorragender Rheumatologe, sondern auch ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Biochemie des Bindegewebes. Gerade weil er in sich die Kenntnisse und klinischen Erfahrungen wie auch das Wissen über den Metabolismus des Bindegewebes vereinigt, wurde er in den sechziger Jahren vom angesehenen Max Planck-Institut München zu einem Studienaufenthalt eingeladen. Das prägte dann sein ganzes wissenschaftliches Leben, das zu Studienaufenthalten an die Universität Oul, die Alma Mater von St.Etienne, Reims, Paris Creteil, an Rheumatologische Institute in Budapest, Moskau u.a. führte. Es findet bis in die Gegenwart seine Fortsetzung in einem wissenschaftlichen Programm zur Erforschung der Biochemie und Pathobiochemie des Bindegewebes im Prager Institut für Rheumatologie .
Professor Adam veröffentlichte mehr als 250 wissenschaftliche Publikationen im In- und Ausland über Themen aus der Rheumatologie sowie der Biochemie und Biologie des Bindegewebes und ist Koautor einer Reihe von international beachteten Monografien.
Der Wissenschaftler gehört zweifellos zur Weltspitze von Fachleuten, die sich mit dem Metabolismus von Bindegeweben, besonders des Collagens, beschäftigen. Profesor Adam hat einzigartige Pionierarbeit auf seinem Fachgebiet geleistet. Als erster Wissenschaftler in der Welt beschrieb er die Bindung von Goldsalzen an Collagen bei Arthritis, die Veränderung der Synthese des Knorpel-Collagens des Typs II auf Typ I und III bei pathologischen Veränderungen im Knorpel, den Einfluss collagener Peptide auf Anzeichen von Osteoarthrose und die Distribution collagener Peptide in die Gewebezellen des Gelenksystems, deren Nachweis im Cytoplasma er durch immunohistochemische Dedektion führte. Die letzte der wichtigen Entdeckungen Professor Adams ist die Widerlegung der These über das Vorkommen von Cysten in osteoarthrotischen Knochen des Gelenksystems und die Bestätigung der Bildung von Granulationsgewebe in betroffenen Knochen.
Professor Adam führt neuerdings an, dass die Arthrose nicht lediglich eine Beeinträchtigung der Knorpelmasse ist, sondern alle Gewebe des Gelenksystems einschließlich der Bänder, des Gelenkgehäuses und des Gelenkknochens erfasst. Gerade das Übergreifen auf Bänder und Knochen verursacht die Schmerzen in den Gelenken und keineswegs die Beeinträchtigung der Gelenkkorpel, denn die sind nicht inerviert. Infolge ihrer Beschädigung können folglich keine Schmerzen verspürt werden. Deshalb empfiehlt Professor Adam von Arthrose befallene Gelenke komplex als ganzes System zu behandeln und sich nicht allein auf die Gelenkknorpel zu konzentrieren.
Etwa vor 25 Jahren begann sich Professor Adam mit der Erforschung des Wirkens collagener Peptide auf Erscheinungen von Osteoarthrose, einer der verbreitetsten Gelenkerkrankungen zu beschäftigen. Zu dieser Zeit wurden weltweit allgemein Substanzen des Typs Glykosaminoglykane zum Schutz von Gelenkknorpeln eingesetzt, die die elastomechanischen Eigenschaften der Gelenkknorpel verbessern und entzündliche Prozesse in den Gelenken dämpfen. Es ist jedoch erforderlich, diese Wirkstoffe längerfristig anzuwenden, ihre Wirkung tritt relativ langsam nach 3 – 4 Wochen Anwendung ein und vielen Patienten bereiten diese Substanzen Verdauungsprobleme.
In Anbetracht der Erkenntnisse über die wohltuende Wirkung von Gelatine auf Gelenkprobleme, die 1913 von Dr.med.Gottfried Hertzka entdeckt worden ist und deren Beschwerden bereits im Jahre 1175 von der heiligen Hildegard von Bingen beschrieben worden sind , wurde der Gedanke geboren, Gelatine resp. collagene Peptide zur Heilung von Arthroseerscheinungen einzusetzen. Mit dieser Idee beschäftigte sich Dr.Bräumer aus der weltbekannten renommierten Gelatinefabrik DGF Stoess AG im deutschen Ebersbach. Und gerade deshalb, weil Professor Adam in sich die Kenntnisse und klinischen Erfahrungen aus der Rheumatologie und Biochemie der Bindegewebe und insbesondere des Collagens vereinigte, wurde diese Forschungsarbeit ihm anvertraut.
Im Jahre 1991 führte Professor Adam die erste bedeutende Studie durch, die die Wirksamkeit von Gelatine und Gelatine- bzw. collagenen Hydrolysats auf Erscheinungen von Osteoarthrose untersuchte.
In der zweistufigen Studie wurden 52 Erkrankungen mit Osteoarthrosean tragenden Gelenken (der Knien und der Hüfte) ausgewertet, denen für die Dauer von 2 Monaten eines von erprobten Präparaten verabreicht worden war (Gelatine, collagenes Hydrolysat, Placebo). Untersucht wurden die Veränderungen der klinischen Symptome von Osteoarthrose.
Patienten, denen collagenes Hydrolysat verabreicht worden war, bewerteten die nachdrückliche Verringerung der Schmerzhaftigkeit der Gelenke und die Verbesserung ihrer Beweglichkeit. Bei einer Reihe von Patienten konnte auch ein Rückgang von Rückgratproblemen beobachtet werden, hier ging es offenbar auch um Verbesserung der Osteoporose. Bei vielen Patienten kam es zu einer Verbesserung des Gesamtzustandes und ihrer Lebensqualität. Bei 75% der mit collagenem Hydrolysat behandelten Patienten haben sich die zu Beginn der Behandlung auftretenden Bewegungsbeschwerden nachdrücklich verringert. Es kam gleichermaßen zu einer bedeutenden Reduzierung der täglichen Dosis von Schmerzmitteln um 58%. Die Patienten fühlten sich insgesamt besser, hatten das Gefühl geringerer Ermüdung, fühlten sich frischer. Es muss festgestellt werden, dass keinerlei Anzeichen von Unverträglichkeit zu verzeichnen waren. Ähnliche Ergebnisse wie Professor Adam erzielten auch andere Autoren wie z.B.Seeligmüller und Happel, 1993, Beuker und Eck, 1995 sowie Beuker und Rosenfeld , 1995.
Die Heilwirkung collagenen Hydrolysats bei Osteoarthrose bestätigte auch eine große multizentrale, randomiserte zweistufige und Placebo-kontrollierte Studie von amerikanischen, englischen und deutschen Rheumatologen unter der Leitung von Professor Ronald Moskowitz, dem Präsidenten der Osteoarthritis Research Society International der Universität von Cleveland. Diese Studie erfüllt sämtliche Kriterien der „evidence based medicine“, die für klinische Tests von Medikamenten vorgeschrieben sind.
Die europäischen Wissenschaftler Adam, Oesser und Seifter stellten fest, dass 90% des peroral verabreichten collagenen Hydrolysats im Verlaufe der ersten 6 Stunden aus dem Verdauungstrakt resorbiert wird. Nach Resorption des collagenen Hydrolysats aus dem Verdauungstrakt gelangt in den Blutkreislauf ein Gemisch heterogener Peptide , die vorrangig in der Knorpelmasse kummulieren, aber auch in der Leber, den Blutgefäßen, der Haut, den Knochen usw.nachweisbar sind. Collagene Peptide beeinflussen auf bedeutsame Weise den Metabolismus von Zellen und haben die Fähigkeit, deren Tätigkeit zu normalisieren. Ergebnis des Wirkens collagenen Hydrolysats sind reparative und regenerative Abläufe im Knorpel und im subchondralen Knochen.
Im Jahre 1999 veröffentlichte Professor Adam und Kollektiv die Ergebnisse einer randomisierten Studie, in der der Einfluss von collagenem Hydrolysat auf Erscheinungen von Osteoarthrose untersucht wurde. Zur Untersuchung wurden klinische sowie Labormethoden eingesetzt. Es wurden Veränderungen subjektiver Anzeichen von Osteoarthrose, Harnpyridinolin, Deoxypyridinolin, alkalische Phosphatase und Osteocalcin beobachtet.
Diese Studie erbrachte die Feststellung, dass die Verabreichung collagenen Hydrolysats, das in der Lage ist, die Tätigkeit von Knorpel- und Knochenzellen zu modifizieren, auch bei destruktiven Formen von Osteoarthrose helfen kann. Ein deutlicherer Effekt wurde jedoch bei Formen von Osteoarthrose im Anfangsstadium nachgewiesen, was auch für die präventive Verabreichung collagenen Hydrolysats spricht. Nach 12 Wochen der Einnahme collagenen Hydrolysats fühlten 75% der Patienten eine subjektive Verbesserung des Zustandes des Bewegungsapparates.
Die subjektive Bewertung des Therapieverlaufs mit collagenem Hydrolysat wurde durch den objektiven Befund des Absinkens der Ausscheidung des Metabolits Collagen-Pyridinolin um minimal 10% bestätigt. Der positive Therapieeffekt dauerte 2 Monate bei 53 % der Patienten an.
Im Jahre 2000 wurden Vergleichsergebnisse des Wirkens von collagenen Hydrolysats, Diclofenac und collagenen Hydrolysats + Diclofenac in der Osteoarthrosetherapie veröffentlicht. Ein Ergebnis dieser Studie ist die Feststellung, dass die Einnahme von 10 g collagenen Hydrolysats beim Patienten ähnliche Wirkungen hat wie die Verabreichung von 75mg Diclofenac. Der Vergleich einer zwölfwöchigen Verabreichung von collagenem Hydrolysat mit gleichlanger Verabreichung ergab nach dem Lesquesne-Index bewertet einen vergleichbaren Effekt bei Osteoarthrose-Beschwerden. Nach weiteren zwei Monaten nach Beendigung dieser Therapie hatten mit collagenem Hydrolysat behandelte Patienten weniger Beschwerden als jene mit Diclofenac therapierten, denn dessen Wirkung stellt sich schneller ein, allerdings nach Absetzung gehen auch die Verbesserungen schneller zurück, die es gebracht hat.
Professor Adam führt an, dass collagenes Hydrolysat folglich aufgrund seiner Wirkungen den Chondroprotectiva respektive SYSADOA zugeordnet werden kann. Man kann es auch als strukturmodifizierenden Stoff bezeichnen, denn es verlangsamt morphologische Veränderungen des Knorpels und trägt zur Regeneration der synthetischen Tätigkeit von Knorpel- oder Knochenzellen bei.
Nach den Befunden der klinischen Tests und jahrzehntelangen Ergebnissen aus der Praxis wird deutlich, dass sich hier eine Möglichkeit eröffnet, unmittelbar und sehr wirksam vielen Menschen zu helfen, die unter Gelenkschmerzen leiden. Darüber hinaus hat diese Therapie viele weitere Vorzüge, wie ihre absolute Sicherheit , den Vorzug der Selbstheilung oder Prävention und nicht zuletzt ihre Kostengünstigkeit.
Auf der Grundlage dieser Studien wurde in der Tschechischen Republik eine Reihe von collagenen Arthronutraceutica unter dem Handelnamen GELADRINK entwickelt, die zur Regeneration des Gewebes des Gelenksystems bei Erkrankungen von Gelenken an Osteoarthrose bestimmt sind. Diese Präparate brachten einer großen Vielzahl von Patienten in Tschechien Erleichterung von lang andauernden Schmerzen und nach 10 erfolgreichen Jahren expandieren sie über die Grenzen, wo Menschen auch unter Schmerzen des Bewegungsapparates leiden. Prof.Dr.med.,Dr.Sc.,Dr.h.c. Milan Adam hat im Mai 2004 ein bedeutendes Lebensjubiläum, seinen 75.Geburtstag, gefeiert.
Er ist Ehrendoktor der Universität Reims, Träger der J.E.Purkyně-Medaille der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied der New Yorker Academy of Science. Er ist als Wissenschaftler und Fachmann eher in der Welt als zu hause bekannt. Vor allem ist er jedoch ein hervorragender und aufopferungsvoller Arzt, ein Mensch mit starkem Mitgefühl mit Kranken, Schwachen und Bedürftigen.
Wir sagen Dank und wünschen im Namen aller Patienten, denen GELADRINK Schmerzlinderung und Verbesserung der Lebensqualität gebracht hat, viel Gesundheit, innere Ruhe und wissenschaftliche Erfolge für die weiteren Lebensjahre. |