Sport hält bei Asthma-Kranken
die Lunge fit
Belastungsschwelle steigt bei regelmäßigem
körperlichem Training / Ausdauer-Sportarten
besonders geeignet
BERLIN (djb). Kinder und Jugendliche
mit Anstrengungsasthma sollten ermutigt werden,
regelmäßig Sport zu treiben. Sie verbessern
damit ihre Lungenfunktion und erhöhen ihre
Belastungsschwelle, hat Privatdozentin Susanne Lau
vom Klinikum Campus Virchow an der Charité
in Berlin gesagt.
Regelmäßige sportliche Betätigung
ist ein wesentlicher Baustein der Asthma-Therapie.
Notwendige Voraussetzung ist allerdings eine antientzündliche
Basistherapie mit einem inhalativen Kortikoid sowie
der sichere Umgang mit einem bronchialerweiternden
Notfallspray, betonte die Ärztin für Kinderheilkunde
und Allergologie bei einer Veranstaltung des Unternehmens
Viatris.
Medikamente wie etwa die Kombination
aus Cromoglicinsäure und Reproterol (Allergospasmin®
N) können präventiv vor der körperlichen
Belastung angewendet werden. Vor und während
des Sports sollte die Lungenfunktion durch Peak-Flow-Messung
kontrolliert werden.
"Häufig sind die Kinder
selbst überrascht, was sie bei richtiger Anleitung
sportlich zu leisten vermögen", sagte
Petra Wagner. Sie ist Asthmatrainerin beim Förderkreis
Schulung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher
und deren Betreuer e.V. an der Charité Berlin.
Jedoch sollte die anaerobe Schwelle möglichst
nicht überschritten werden. Am besten sei ein
Training nach der Intervallmethode.
Die Ausdauer fördernde Sportarten
wie Inline-Skating oder auch Schwimmen sind wegen
der gleichmäßigen Anstrengung für
Asthmatiker gut geeignet; Volleyball ist wegen der
intervallartigen Belastung günstig. Weniger
empfehlenswert sind Sportarten mit Spitzenbelastungen
oder Sport bei Kälte wie Fußball oder
Eishockey. "Vor allem sollte der Sport aber
Spaß machen", so die Trainerin. "Nur
dann bleiben Kinder wirklich bei der Stange".
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