Die Kinesiologie (kinesis = Bewegung (gr.), logos = Lehre (gr.)) wurde in den
1960er Jahren vom amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart entwickelt. Er
entdeckte, dass Vorgänge im
Körper sich in der Funktion der Muskeln zeigen und erkannte, dass sich insbesondere
diejenigen Dinge im Muskelsystem zeigen, die dem Körper in seiner normalen
Funktion abträglich sind.
Reize oder Stressfaktoren, die dem einen Körper Schwierigkeiten bereiten,
können auf einen anderen Körper ohne negative Auswirkung bleiben. Er
fand heraus dass die Ursache für Verschiebungen an der Wirbelsäule nicht
unbedingt im verkrampften Muskel selbst liegt, sondern damit zu tun hat dass der
gegenüberliegende Muskel seine Aufgabe zu wenig wahrnimmt.
Daraus entwickelte sich später die Reflex-Punkte Therapie nach Dr. Bennett
und Dr. Chapman, die durch Stimmulierung bestimmter Reflexpunkte auf der Haut
Einfluss nahmen auf den Lymphfluss und die Durchblutung und somit positive Auswirkungen
auf Organfunktionen und die Leistungsfähigkeit von Muskeln zeigten. Dadurch
wurde es möglich, Knochen und Wirbelsäulen-Segmente zu verschieben ohne
am Muskel selbst arbeiten zu müssen.
Dr. J. F. Thie entwickelte diese Methode schliesslich 1970 weiter und integrierte
dabei Ernährungswissenschaft, Chiropraktik, Chinesische Medizin und Akupressur.
In den letzten dreissig Jahren hat sich die Kinesiologie auf der ganzen Welt
ausgebreitet und wird von einer Vielzahl von Menschen für die Verbesserung
ihrer Lebensqualität in allen Bereichen genutzt.
In der „Integrativen Kinesiologie“ verbinden wir die klassische
kinesiologische Arbeit mit dem gesprächstherapeutischen Ansatz der humanistischen
Psychologie nach C. Rogers, was diese Methode besonders wirksam macht.
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